Diese Route durch das Sognefjordland beginnt weit über dem Fjord. Auf dem Aurlandsfjellet liegen Wasser, Fels, Schnee und Wetter eng beieinander. Danach geht es hinab nach Aurland, weiter an den Nærøyfjord und durch den Berg nach Lærdal. Was auf der Karte nah wirkt, fühlt sich unterwegs immer wieder wie eine neue Landschaft an.

Bergsee mit Wollgras, Schneefeldern und wechselhaftem Wetter auf dem Aurlandsfjellet
Bergsee mit Wollgras, Schneefeldern und wechselhaftem Wetter auf dem Aurlandsfjellet

Aurlandsfjellet

Das Aurlandsfjellet liegt hoch über den Fjorden: karg, offen und dem Wetter ausgesetzt. Am Ufer eines Bergsees stehen Wollgras und niedrige Gräser im Wind; darüber ziehen Wolken über die letzten Schneefelder. Hier oben ist der nächste Aussichtspunkt nie weit, aber die Landschaft wechselt trotzdem hinter fast jeder Kurve.

Vom Aurlandsfjord zum Nærøyfjord

Am Stegastein öffnet sich der Blick weit über den Aurlandsfjord. Die Plattform ragt über dem Hang nach vorn; darunter liegt der Fjord still zwischen den Berghängen. Wenig später wird die Landschaft wieder enger und rauer. Am Nærøyfjord stehen die Felswände dicht am Wasser, Wolken bleiben in den Höhen hängen und Wasserfälle ziehen helle Linien durch das Grün.

Blick vom Stegastein-Aussichtspunkt über den Aurlandsfjord
Blick vom Stegastein-Aussichtspunkt über den Aurlandsfjord
Nebel und Wasserfälle an den steilen Hängen des Nærøyfjords
Nebel und Wasserfälle an den steilen Hängen des Nærøyfjords
Blick durch den schmalen Nærøyfjord zwischen hohen Felswänden
Blick durch den schmalen Nærøyfjord zwischen hohen Felswänden

Stabkirche von Borgund

Abseits der großen Aussichtspunkte liegt die Stabkirche von Borgund mit ihrem Friedhof. Das dunkle Holz, die steilen Dächer und die Gräber davor wirken wie ein ruhiger Gegenpol zur offenen Landschaft und zu den weiten Blicken über den Fjord.

Stabkirche von Borgund mit Friedhof unter dunklem Himmel
Stabkirche von Borgund mit Friedhof unter dunklem Himmel

Flotane und Flotvatnet

Flotane ist ein Rast- und Aussichtspunkt auf dem Aurlandsfjellet. In der Nähe fällt ein Wasserfall über dunklen Fels in Richtung Flotvatnet, begleitet vom hellen Wollgras am Wegesrand. Wasser ist auf dieser Reise nie nur Hintergrund: Es liegt als Fjord vor einem, fällt von den Bergen oder läuft als Bach neben der Straße.

Wasserfall am Flotvatnet über dunklem Fels mit Wollgras im Vordergrund
Wasserfall am Flotvatnet über dunklem Fels mit Wollgras im Vordergrund

Durch den Berg nach Lærdal

Der Lærdalstunnel verbindet Aurland und Lærdal auf einer Strecke von rund 24,5 Kilometern. Seine farbig ausgeleuchteten Hallen geben der langen Fahrt durch den Fels einen unerwarteten Rhythmus – fast wie ein kurzer künstlicher Morgen unter der Erde.

Farbig ausgeleuchtete Tunnelhalle im Lærdalstunnel
Farbig ausgeleuchtete Tunnelhalle im Lærdalstunnel

Eine Begegnung am Weg

Auf einer Wanderung kam uns im Wald plötzlich eine Gruppe Männer in historischer Wikingerkleidung entgegen. Kein Wikingerdorf, keine Vorführung für Besucher – einfach eine zufällige Begegnung, die zu dieser Reise zwischen Natur, Geschichte und Straße erstaunlich gut passte.

Drei Wanderer in historischer Wikingerkleidung im Wald
Drei Wanderer in historischer Wikingerkleidung im Wald

Im Gedächtnis bleibt nicht ein einzelner Ort, sondern die Folge dieser Kontraste: das offene Aurlandsfjellet, die engen Fjorde, die Stille an der Stabkirche, das Wasser am Flotvatnet und die lange Fahrt durch den Berg. Genau darin liegt der Reiz des Sognefjordlands.